H. Giessler

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BSE Report

BSE

Die BSE-Krise verursachten die EU-Mitgliedsstaaten nicht nur, weil sie zu spät reagierten - NEIN auch weil sie Milchaustauscher und Mais subventioniert und eine Tierhaltung zur Verbreitung des Erregers förderte, aber auch durch Wegsehen und Ignoranz verantwortlicher Stellen!

Rinder haben tausende von Jahren nie etwas anderes als Pflanzen gekäut, wieder und wieder. Im 19. Jahrhundert jedoch kam der Mensch auf die Idee. z.B. U.A. Rinder zu Fleischfressern zu machen - mit fatalen Folgen, wir wir nun wissen.

Um die Erträge zu steigern, gingen Bauern in vielen EU-Ländern dazu über, den Rindern auch Kraftfutter aus Kadavern in den Trog zu schütten: ein bräunliches Mehl, hergestellt aus Schlachtabfällen, aus überfahrenenen Tieren, aus gestrandeten Walen, aus an Krankheiten krepierten Schweinen, an
eingeschläferten Hunden und Katzen.

Zwar war schon 1989 vermutet worden, daß in den britischen Abdeckereien an Scrapie verendete Tiere in den Anlagen zermalen, aber die BSE-Keime nicht totgekocht, wurden. Jahrelang wurde die tödliche Gefahr von der englischen Regierung systematisch verharmlost. Während die Konservativen die Verfütterung in England 1988 verboten, wurde der Export nach Frankreich und Holland vaforiciert und gesteigert. Erkenntnisse, welche Verfahren der Aasverwertung die Erreger wirksam abtöten, wurden verheimlicht. Die Verfahren in den Kadaverfabriken sind nicht einheitlich.

Z.B. in Deutschland: In der rohstoffarmen Zeit nach dem 1. Weltkrieg bekamen die Kadaverfabriken mächtig Auftrieb, aber auch sehr strenge Auflagen. Als Mindesttemperatur zum Aasrecycling schreibt das
Reichstierkörperbeseitigungsgesetz eine 20- minütige Erhitzung bei 130 Grad und 3 Bar Druck vor. Andere Länder zogen nach.

Nur, wer seiner Kuh hochwertige Proteine - auch Fleichmehl - zum Fressen gibt, kann täglich 20 Liter Milch aus ihr herausholen. Doch nur in Österreich und der Schweiz wurde die in Deutschland übliche Sterilisierung des Fleischbreis, die weder Milzbrand-, noch Botulismus- Erreger überstehen, vorgeschrieben. In anderen Ländern sind die Vorschriften weniger streng.

In England wird der Fleichbrei lediglich in heißem Fett auf 80- bis 100 Grad erhizt. Aufgrund der wachsenenden BSE-Gefahr beauftragte die EG 1990 die englische Veterinärforschungsanstalt damit, ihr Verfahren zu überprüfen. Die Forscher versicherten, 80 Grad reichten aus, um den Keim zu töten.

Daraufhin erteilte 1994 die EU einen Freibrief für die englischen Aasfabriken.

Das Jetzt bekannte Desaster begann. Keine Hausfrau würde bei 80 Grad ihre Marmelade kochen. 1996 knickten die englischen Forscher ein und erklärten in vertraulichen Gesprächen, daß der BSE-Erreger bei fast allen in der EU verwendeten Aas-Aufbereitungssystemen überlebt. Einzig bei dem in Deutschland
verwendeten Dampfdrucksystem koche der Keim wirklich tot, Konsequenzen wurden kaum gezogen.

Erst ab 04/1997 sollte EU-weit ein strengeres Herstellungsverfahren für Tiermehl eingeführt werden. Ein Rinderhirn wiegt 540 Gramm - als tödliche Dosis aber reicht ein einziges Gramm.

Milchaustauscher: Das meistverwendete Futter für Junge Kälber besteht zum Großteil aus Magermilchpulver und zu 10- bis 20% aus Tierkadaverfett. Da sich BSE-Erreger im Fettgewebe anreichern, gilt der Milchersatz als Infektionsquelle. Viele deutsche Kühe dürften sich so angesteckt haben. Der Fettzusatz wurde jetzt verboten - aber nur in Deutschland und Frankreich.

Einfuhrbetrug ist deshalb leicht möglich. Milchaustauscher bleibt konkurrenzlos billig: Die EU förderte Magermilch im Jahr 2000 mit 934 Millionen Euro. Mais: Die energiereiche Pflanze ist Grundfutter intensiver Rinderzucht. Anders als Gras und Klee fehlt ihr das Eiweiß. Der Landwirt muss deshalb proteinreiches Kraftfutter zukaufen. Das wurde zum Einfallstor von BSE. Obwohl Tiermehl für Rinder seit 1994 verboten ist, ist immer noch gepanschtes Futter im Umlauf. Und die EU fördert weiter Silomais. Im Jahr 2000 mit 1,2 Milliarden Euro.


FAZIT: Die Bürger zahlen für den IRRsinn doppelt: als Steuerzahler und als Verbraucher!

1. Auflage 2001. Der Inhalt des Reportes wurde gewissenhaft recherchiert, dennoch kann keine Haftung auf Richtigkeit übernommen werden.
 

 

 

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